Haaner Turnverein

1863 e.V.

Aktuelles
- Neue Trainingszeiten nach den Sommerferien 2016 - siehe Sportangebot
 
Die Judo-Gruppen
Im Jahr 2008 haben wir unser vielseitiges Sportangebot ausgeweitet. Wilfried Selle, Vorstand und Hausmeister im HTV, ist ausgebildeter Judo-Trainer und gründete damals die neue Judoabteilung, die nach der Hinzunahme von Aikido in Budo-Abteilung umbenannt wurde. Zielgruppe des Kindertrainings sind dabei sowohl Kinder und Jugendliche ab dem 4. Lebensjahr als auch Erwachsene. Das Training findet in der HTV-Turnhalle statt.

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Aus psychologischer und sportmedizinischer Sicht ist Judo eine der Sportarten, die Kinder ab dem 4. Lebensjahr mit viel Spass und Spiel erlernen können. In der Judo-htv-judo-kinder-01-300.jpgGruppe lernen Kinder schnell sich an Regeln zu halten und Verantwortung für ihre Trainingspartner zu übernehmen.

Die ganze Muskulatur wird beim Training beansprucht und trainiert. Zudem werden die koordinativen Fähigkeiten geschult und das Selbstbewustsein gesteigert. Neben den vielen positiven Eigenschaften, welche dieser Sport mit sich bringt, ist die Verletzungsgefahr um ein Vielfaches geringer als z.B. beim Fußball oder auch beim Toben auf dem Spielplatz.

Seit dem Jahr 2009 gibt es das Angebot Erwachsenen-Angebot.
Trainer

HTV Kohnke Peter Portrait 2017 3 5 150Peter Kohnke
(Abteilungsleitung Budo)



42781 Haan


Tel. xxx
Mobil 0173-9471131
eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 Die Übungsleiter und Helfer

Peter Kohnke  0173-9471131  
Tobias Schmitz  Helfer  
Thomas Schmitz
 Helfer  
Wilfried Selle  02129-9249207  
Trainingszeiten
Die aktuellen Trainingszeiten sind im Sportangebot zu finden.

 

Judo-Links im Internet
www.judobund.de  Deutscher Judobund (DJB)
www.judoverband.de  Nordrheinwestfälischer Judoverband (NWJV)  
www.judo.de  Informationen rund um den Judosport

 

 

 

 

Fünf gute Gründe, Judo zu machen!

1. Der Übergang von der Vorstellung zur Realität
>Es wird ihnen bewusst, dass sie nicht unbesiegbar sind<

htv-judo-kinder-06-v1-300.jpgIm täglichen Leben identifizieren sich die Kinder mit den Helden der Comics oder Bücher. Durch die Entdeckung eines Kampfsportes, lernen sie, den Schritt zu machen zwischen dem Imaginären und dem Realen. Es wird ihnen bewusst, dass sie sich nicht mehr mit dem allmächtigen Helden, der alle schlagen kann, identifizieren können.
Wenn Supermann oder Ninja Kid unbesiegbar und unsterblich im Fernsehen oder in Büchern sind, realisieren die jüngsten, dass diese Personen nicht in Wirklichkeit existieren. Der schmerzlose Fall aus dem dritten Stock ist letztendlich unmöglich, wenn man den eigenen Aufprall aus Körperhöhe verspürt. Man wird also das Aufhören mit einem Kampfsport nicht als Scheitern für die Kleinen interpretieren müssen, sondern als ein Beenden einer Aktivität, die ihre Fantasie zerstört hat.
Manche Jugendliche realisieren durch das Training einer Kampfsportart die Grenzen eines Kampfes. Wenn sie gegen Partner mit mehr Erfahrung kämpfen, wird ihnen bewusst, dass sie auf der Strasse auch einen Gegner finden könnten, der stärker ist als sie.

2. Die Überlieferung von Ritualen über Generationen hinweg
>Das Festhalten an Wurzeln und Ritualen<

In den Kampfsportarten zieht das Festhalten an Wurzeln und Ritualen viele Jugendliche und Erwachsene an, denn heutzutage erleben wie eine Suche nach Identität, nach Wurzeln und Bezugspunkten. Jede japanische Kriegskunst verehrt ihren Meister, der sie gegründet hat und verlangt in ihrer Lehre Respekt und Weitergabe von Ritualen. Die Geschichte wird gleichrangig mit der Technik eingepflanzt. Die Lehre der Kata ist voll Geschichte. Die Jungen sind stolz über die Verantwortung, die der Trainer ihnen für die jüngeren anvertraut.

3. Ein Rahmen mit Regeln
>Rituale, die Bezugspunkte der Zeit und Werte schaffen<

htv-judo-kinder-05-300.jpgDas praktische Üben der japanischen Kriegskünste legt Bezugspunkte und Grenzen fest. Der Ort und die Trainingszeit, die Hierarchie der Gürtelgrade, die Pflicht, seinen Trainer und Partner zu grüßen, die Verpflichtung ein Training von Anfang bis Ende mitzumachen, sind gleichzeitig kodierte Regeln, die dem Üben einen Rahmen geben.
Es ist wichtig, dass man lernt, Respekt zu zollen, durch eine Verbeugung Guten Tag und Auf Wiedersehen zu sagen, Anfang und Ende einer Übungsstunde zu kennzeichnen. Die Leute fahren in Ferien, ohne das Ende eines Arbeitsabschnittes zu kennzeichnen. Die Jugendlichen verlassen das Gymnasium oder die Realschule, ohne ihre Lehrer oder Mitschüler zu beachten. Früher organisierte man Preisverleihungen oder die Übergabe von Zeugnissen, um die schweren Zeiten eines Schuljahres oder der Studiums zu kennzeichnen. In den Vereinen, in denen Zweikampfsport betrieben wird, respektiert man bei der Verleihung von Gürtelgraden Rituale und unterstreicht dadurch den erreichten Fortschritt. Diese Zeichen sind umso stabilisierender und Gleichgewicht bringender für manche Problemjugendlche, die schlecht diese Zwänge bei sich zu Hause ertragen, weil sie zu streng oder zu wenig klar auferlegt werden, wohingegen bei den Kampfsportarten sie selbst es sind, die sich diesen Rahmen und diese Regeln, die sie leiten, ausgewählt haben.

4. Das Wort eines Erwachsenen
>Der Lehrer ist ein Modell<

Die Trainer der Kampfsportarten sind kompetente Sporterzieher, die eine Botschaft haben: das Wort eines Erwachsenen, der weiß, was er will, gibt Personen Sicherheit, die dauernd mit Familienmitgliedern zusammenleben, die sozial und in Bezug auf Gefühle in Schwierigkeiten sind, die nicht wissen, was sie wollen.
Der Lehrer ist ein Modell, eine Bezugsperson, zu der die Übenden eine dauerhafte, regelmäßige Beziehung unterhalten, die ein stabilisierendes Vertrauen erzeugt. Manchmal spielt der Trainer die Rolle einer dritten erwachsenen Person auf neutralem Boden in Bezug zum familiären Leben.

5. Eine Aggressivität in Regeln
>Nicht Gewalt und Aggressivität verwechseln<

Die Kampfsportarten sind geschaffen, um die Aggressivität in einem Rahmen auszuleben ohne bis zum Ende der Handlung zu gehen. Man darf nicht Aggressivität mit Gewalt verwechseln. Die Gewalt ist ein Ausdruck der menschlichen Energie, die man sozial verlagert. Die Kriminalität erfasst Jugendliche immer früher. Man kann nicht zusichern, dass htv-judo-kinder-07-v1-300.jpgKampfsportarten ein Wundermittel gegen diesen Ausdruck und Darstellung von Aggressivität ist. Zumindest schafft das Betreiben einer Kampfsportart die Gelegenheit, eine Person kennen zu lernen, die das Verhalten beeinflusst und auch ein Selbstvertrauen entwickelt, das es erlaubt, Aggressionen von außen besser zu bearbeiten.

Frau Vorrot und Herr Rolland, Psychologen vom Psychologischen Zentrum Les Ulys (Frankreich)