Haaner Turnverein

1863 e.V.

htv thumbnail vereinsorganisation 02Um den Haushalt zu konsolidieren und den Wirtschaftsstandort Haan durch Verhinderung von Steuererhöhungen attraktiv zu halten sucht die Stadt Haan nach Einsparungspotentialen und neuen Einnahmequellen. Dabei wird erneut offen über eine Sportstättennutzungsgebühr für die Haaner Sportvereine diskutiert.

Die Einführung einer Sportstättennutzungsgebühr ist eine Option auf einer langen Liste, die die Stadtverwaltung dem Rat nun zur Beratung vorgelegt hat. Auch die Gemeindeprüfungsanstalt hatte hier Potential aufgezeigt.
In einer ersten Reaktion hat der Sportverband Haan das Gespräch mit dem Schul- und Sportamt sowie der 1. Beigeordneten und Kämmerin Frau Formella gesucht und die Einführung mit fundierten Angaben über die Wertschöpfung und das Leistungspotential der Haaner Sportvereine abgelehnt. Herbert Raddatz hat hierzu eine kompakte Kurzdokumentation verfasst, die auch auf unserer Homepage zur Verfügung steht (Download). Neben den sozialen Leistungen, die die Sportvereine für die Stadt erbringen weist er auch auf die in den letzten Jahrzehnten bereits immer weiter zurückgefahrenen finanziellen Unterstützungen durch die Stadt hin.

In einer weiteren Gesprächsrunde haben sich die Vereinsvorstände der großen Haaner Vereine direkt mit Frau Formella getroffen und ebenfalls die Sportstättennutzungsgebühren begründet abgelehnt. Anhand einer Musterkalkulation von 3 Euro/Stunde kalkuliert die Stadt Mehreinnahmen von rund 62.000 Euro, von denen nach unseren Berechnungen allein der HTV über 22.000 Euro zu finanzieren hätte - Wochenendnutzung noch gar nicht eingerechnet. Die meisten Vereine – auch der HTV – könnten solche Summen voraussichtlich nicht ohne Beitragserhöhungen stemmen.
Im nächsten Schritt werden wir unseren Standpunkt mit den politischen Vertretern diskutieren, die am Ende entsprechende Entscheidungen zu treffen haben.

Wir halten es für angemessen, wenn eine Stadt, die selber kaum Angebote im Sport- und Gesundheitssektor anbieten kann, den Sportvereinen, in denen mehrere hundert Ehrenamtler diese Aufgaben mit viel Engagement übernehmen und mit sportlichen Erfolgen Haan überregional vertreten, und die sie finanziell kaum noch unterstützen kann, die Sportstätten kostenfrei zur Verfügung stellt. Dies auch vor dem Hintergrund dass die Stadt die Sportstätten und Geräte sowie für den Schulsport vorhalten muss und insofern durch den Vereinssport kaum Mehrkosten hat.

Dabei werden wir auch nochmals darauf hinweisen, dass Vereine wie der HTV, die eigene Sportstätten unterhalten und dabei helfen, den Sportstättenbedarf in Haan zu decken, bereits Finanzierungskosten der Erstellung und die Vollkosten für den Betrieb und Instandhaltung tragen.
Zusammen mit ihren Familien vertreten die Sportvereine im Sportverband mehr als die Hälfte aller Haaner Bürger, welche sicher Sportstättennutzungsgebühren gemeinsam mit uns ablehnen. Daher erwarten wir, dass am Ende auch die Politik diese Option der Einnahmengenerierung ablehnen wird.